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Literarische Gattungen

Literarische Gattungen bezeichnen eine Klasse oder Art von Literatur anhand ihrer Form, ihres Themas oder ihres Stils. Verschiedene Merkmale unterscheiden die einzelnen Gattungen, und diese Merkmale werden häufig zur Kategorisierung und Einordnung literarischer Werke herangezogen. Die Einteilung von Texten in Gattungen erfolgt seit Jahrhunderten, der Begriff selbst tauchte jedoch erst im 4. Jahrhundert v. Chr. in Aristoteles’ Poetik auf.


Obwohl es verschiedene Möglichkeiten gibt, ein Genre zu beschreiben, ist es üblich, es anhand der behandelten Themen oder Inhalte zu klassifizieren, beispielsweise Liebesromane, Horrorromane, Krimis oder Science-Fiction. Eine weitere Klassifizierung kann nach Erzählform oder literarischem Stil erfolgen, etwa Lyrik, Drama oder Prosa. Auch eine Unterteilung des Genres anhand seiner spezifischen Merkmale oder Eigenschaften ist möglich.


Das Verständnis literarischer Gattungen erleichtert es Lesern und Autoren, die Kriterien und Erwartungen der verschiedenen literarischen Gattungen zu kennen.

Leser von Liebesromanen sind oft an bestimmte Themen und Klischees gewöhnt (was nicht unbedingt negativ gemeint ist!), wie etwa eine zentrale Liebesgeschichte und ein befriedigendes Ende. Dasselbe gilt für Science-Fiction-Autoren, die genrespezifische Normen und Anforderungen wie korrekte wissenschaftliche Begründungen und einen detaillierten Weltenbau einhalten müssen.


Historisch gesehen wurden literarische Gattungen anders verwendet als heute. Früher dienten sie oft dazu, die Originalität von Autoren einzuschränken und ihnen strenge Beschränkungen aufzuerlegen; heute hingegen gelten sie als Richtlinien und Ausgangspunkte für kreativen Ausdruck. Obwohl sie die Genrekonventionen als Rahmen nutzen, verleihen viele Autoren ihren Werken eine ganz eigene Note und bereichern sie mit ihren individuellen Einsichten.

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